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24. Oktober 2022 um 22:28 Uhr #5967
Lieben Dank an Anna für die Bereitstellung dieser Selbsterfahrung
Weil ich Ernährungswissenschafterin bin und mich daher auch intensiv mit westlichen Ernährungstrends auseinandersetze, wollte ich den „gehypten“ Selbstversuch „mit einem lauwarmen Wasser mit Zitronensaft als Immunbooster und Wachmacher am Morgen“ machen.Ich schaute mein Zungenbild und die Intensität meiner Zahnabdrücke noch vorab an, um einen Vergleich zu haben, dann startete ich. Gleich an Tag 1 zog sich während des Trinkens buchstäblich alles in mir zusammen; dieser Zustand hielt kurz an, war aber dann weg – ähnlich Tag 2+3. Ab Tag 4 machten sich bei mir Kopfschmerzen bemerkbar (augenbetont) – vom proklamierten „Wachmachen“ und „Immunbooster“ war nichts zu spüren. Ich fühlte mich zunehmend schlechter, meine Zahneindrücke wurden immer stärker und ab Tag 5 entwickelte sich ein Engegefühl im Brustkorb, das ich nur zu gut aus der Vergangenheit kannte – Versuchsabbruch!!! Zur schnellen Intervention trank ich noch an Tag 5 eine Tasse Pfefferminztee und ging laufen. Akupressur auf Leber 5+6. An den Tagen 6,7,8 und 9 Pfefferminztee in der Früh, Akupressur und Augenmerk auf bewegende Gemüsesorten (Sprossen, Kresse, Kohlrabi, Radieschen) am Nachmittag 1 Tasse Orangenblütentee (kurz gezogen). So verschwanden auch die Kopfschmerzen und das Engegefühl wieder mit Tag 10. Den Pfefferminztee habe ich dann nur mehr jeden 3. Tag getrunken, da ich auf meine Trockenheitsproblematik achten muss.
Nicht jeder Trend ist einen Versuch wert – dennoch war ich überrascht, die negativen Effekte so schnell zu spüren. Ich war froh um das Wissen, mein LeberQi wieder „in die Gänge“ zu bringen. Adstringierendes (Saures) ist bei LeberQi-Stagnation tunlichst zu vermeiden.
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